Unsere Expertise ist gefragt.

Eine Frau sitzt an der Nähmaschine und näht. Ein Mann im Rollstuhl bedient durch Drücken mit seinem Arm das Pedal der Nähmaschine.
In der Nähwerkstatt

Am 2. September folgte Herr Dusel, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, unserer Einladung und dem damit verbundenen Angebot, unser Fachwissen und unsere praktischen Erfahrungen in der Arbeit mit Menschen mit komplexem Beeinträchtigungen und hohem Unterstützungsbedarf, zu teilen.

Eine Frau sitzt am Tisch und hält ein Stück Ton in der Hand. Auf dem Tisch liegt ein Nudelholz. Der Bundesbehindertenbeauftragte sitzt auch am Tisch und betastet die Keramikform
Keramik in Bearbeitung

Mit diesem Besuch unterstützen wir den Prozess der Erstellung von Teilhabeempfehlungen für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf, an denen der Behindertenbeauftragte und sein Team derzeit arbeiten. Die Bedürfnisse dieses Personenkreises werden auf gesellschaftlicher und politischer Ebene nach wie vor viel zu wenig berücksichtigt.

Herr Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen und Mitarbeitende seines Arbeitsstabs besuchten unseren BFB zum fachlichen Austausch.

Vorausgegangen war die Teilnahme unserer Geschäftsführerin Frau Liebal am Fachgespräch „Arbeit für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf“, zu dem Herr Dusel im Juli eingeladen hatte. Dieses Fachgespräch war der Auftakt für weitere Dialogformate, um konkrete Teilhabeempfehlungen für Politik und Praxis zu entwickeln, die Teilhabechancen von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf verbessern sollen.

Ein Mann sitzt im Rollstuhl, an dem ein Bildschirm befestigt ist. Mit ihm im Gespräch ist der Bundesbehindertenbeauftragte, Herr Dusel und Herr Bell, Geschäftsführer von leben lernen
Herr Dusel im Austausch mit Leistungsberechtigten im BFB

Herr Dusel und seine Mitarbeitenden im Arbeitsstab  stellten konkrete Fragen dazu, welche Rahmenbedingungen unserer Ansicht nach geschaffen werden müssen, um den Alltag von Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf zu verbessern. Nicht nur im Bereich der Arbeit, sondern auch in anderen Lebensbereichen, wie Kunst und Kultur, Gesundheit etc.

Der fachliche Austausch fand in unserem Beschäftigungs- und Förderbereich in Niederschönhausen statt. Bei der Vorstellung des Konzepts und der Begehung der Räumlichkeiten, die über ein besonderes Orientierungskonzept verfügen, kam Herr Dusel mit den Beschäftigten und Mitarbeitenden vor Ort direkt ins Gespräch. Er ließ sich nicht nur erklären, wie die Produkte in der Kerzen-, Keramik- oder Nähwerkstatt entstehen, sondern wurde auch ganz praktisch in die Tätigkeiten einbezogen.

Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft im Dialog zu bleiben und unsere Erfahrung weiterzugeben, um Teilhabechancen von Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen und hohem Unterstützungsbedarf in allen Lebensbereichen zu ermöglichen.